Die ultimativen zehn Gebote 2.0 für Freischaffende

By on 10.02.2015

Erfolg ist, wenn man’s trotzdem macht. So oder ähnlich könnte man viele Freischaffende unter einem Satz zusammen fassen, denn allen Unkenrufen zum Trotz machen sie sich selbständig – in einer Welt, die komplizierter denn je ist, aber andererseits auch enorm vielfältige Möglichkeiten bietet.

Wir haben die ultimativen 10 Gebote für Selbständige, die Grundlage für Erfolg, zusammengestellt:

Selbständig, mein eigener Chef! Endlich ist da niemand mehr, der mir etwas vorschreibt. So oder ähnlich denken viele Freelancer, wenn sie über sich und ihre unabhängige Arbeits- und Lebensweise nachsinnen.

Doch Obacht, es gibt da ja nun meist doch das Eine oder andere, das Sie nicht vernachlässigen dürfen, nur weil Sie es könnten. Besonders im kreativen Bereich gibt es viele Freelancer, die sich ihre Arbeiten komplett frei einteilen können. Hier sind besonders große Fallen zu finden, die Sie dringend gekommt umschiffen sollten:

#1. Nicht im Bett bleiben

Sicher, Sie könnten, wenn Sie wollten; aber wenn Sie nicht gerade die ganze Nacht an einem Projekt gearbeitet haben, sollten Sie weder bis in die Puppen ausschlafen, noch sollten Sie auf oder in Ihrem Bett arbeiten.

Das führt verstärkt dazu, dass das Unterbewusstsein das Bett nicht mehr als Ort der Entspannung, der Regeneration und des Schlafs interpretiert; Schlafbeschwerden sind dann ebenso vorprogrammiert wie verstärktes Nicht-Abschalten-Können.

erfolgreich sein

Mittlerweile hat sich durch viele Umfragen auch heraus gestellt, dass gerade Arbeiten in Büro-Gemeinschaften höchst effektiv sind, aber auch das Arbeiten in einem Café. Es scheint fast so, als wäre so ziemlich überall effektiver zu arbeiten als von zuhause aus.

Kann es an unserer inneren Einstellung liegen, dass wir unser Zuhause nicht in dem Sinne mit Arbeit verbinden? Andererseits verbinden wir allerdings auch unsere Arbeiten nicht mit dem klassischen Faktor „Arbeit“, der für Unbequemes, Notwendiges steht und so überhaupt nichts mit den kreativen Tätigkeiten zu tun hat, mit denen wir unseren Tag verbringen.

#2. Nicht an Zurückweisung verzweifeln

Ihr Angebot kann nicht jedem, dem Sie begegnen, ins Konzept passen und gefallen. So, wie es verschiedene Bäcker gibt, gibt es auch unterschiedliche Ausprägungen in Ihrem Beruf, ganz davon abgesehen, dass es oft auch noch eine Frage der persönlichen Sympathie ist.

Sollten Sie per Projektbewerbung gearbeitet haben und abgelehnt worden sein, setzen Sie sich einmal ganz bewusst mit Ihrem Text auseinander. In wie fern haben Sie tatsächlich das Problem des Kunden bzw. dessen Lösung in den Mittelpunkt Ihrer Bewerbung gesetzt?

Lernen Sie, nicht nur so zu schreiben sondern auch generell so auf Kunden zu zu gehen, dass Sie ihnen die Lösungen ihrer Probleme anbieten, nicht ein Produkt oder eine Dienstleistung.

#3. Immer die Finanzen im Blick

Finanzen

Immer ist übertrieben, und ängstlich schon einmal gar nicht; aber es beruhigt ungemein, bereits zu wissen, wie viel pro Monat oder Woche in die Kassen gespült werden sollte, damit Ihr Unternehmens-Schiff nicht in Schieflage gerät.

Dazu gehören Ihre normalen Lebenshaltungskosten, aber auch die neu dazu gekommenen Faktoren Steuern, Abgaben, Versicherungen und auch Rücklagen für Krankheits- , Urlaubszeiten oder auch das Alter. Mittlerweile gibt es hilfreiche Apps und Online-Anwendungen, die Ihnen beim Erstellen von Rechnungen und Voranmeldungen die meiste Arbeit abnehmen.

Planen Sie feste Zeiten für Ihre Finanzen wöchentlich ein, so können Sie schnell genug gegen steuern, wenn das erklärte Ziel verfehlt wird. Möglicherweise ist es nötig, sich weitere Projekte zu sichern, die Sie mittlerweile auf zahlreichen Portalen für Freelancer finden können.

#4. Keine überfüllten Kühlschränke

Hand auf's Herz, wie sieht das Umfeld Ihres Arbeitsplatzes aus? Türmen sich dort Chipstüten, Keksschachteln, Teller von der letzten Mahlzeit usw.?

Es ist sehr verführerisch, von zu Hause aus arbeiten zu können, dennoch lassen sich Viele vom Kühlschrank bzw. dessen Inhalt ablenken.

Ob das mehr oder weniger bewusst geschieht, ist hier nebensächlich. Fakt ist, dass schon allein das Wissen um seinen leckeren Inhalt Ablenkung genug ist. Hier besteht eine reelle Gefahr, zuviel zu futtern. Machen Sie ganz konkrete Ess-Pausen, die Sie dann aber auch in der Küche als Pause verbringen, und nicht mit Zwischendurch-Futtern am Rechner.

#5. Kennen Sie Ihren Wert

Wer im Job schon einmal eine Gehaltsverhandlung durchstanden hat, kennt es: Das manchmal mühselige Ringen um ein paar Euros mehr. Schlimmer noch geht es auf dem freien Markt zur Sache; gerade auf Freelancer-Portalen wird sich mehr und mehr unterboten.

Doch Ihre Arbeit hat Ihren Wert, und es ist eine der wichtigsten Aufgaben, genau diesen so zu vermitteln, dass Ihr Kunde sieht, dass Sie Ihren Preis wert sind. Dazu ist es natürlich ganz wichtig, den hiesigen Marktspiegel der Konkurrenz zu kennen, aber auch im Gespräch Ihr Plus gewinnbringend zu pointieren.

#6. Stop Multitasking

multitasking

Die Welt ist ein Dorf und Ihr Arbeitsbereich vielfältig. Kein Wunder, dass neben dem Laptop auch noch das Tablet zum Einsatz kommt, auf dem Smartphone neueste WhatsApp-Meldungen eintrudeln und Sie ganz nebenbei auf dem großen Flat das Weltgeschehen verfolgen wollen.

Doch wie effizient arbeiten Sie in einem Umfeld, wo Sie durch die unterschiedlichen Quellen eher zuviel Input bekommen als dass sie sinnvoll wären? Machen Sie es wie die Eichhörnchen: Immer ein Nüßchen nach dem anderen 🙂

So widmen Sie jedem Auftrag die Aufmerksamkeit, die sowohl Auftrag als auch Klient verdienen, und können so in deutlich kürzerer Zeit viel effektiver Ergebnisse liefern, die sich sehen lassen können.

#7. Goodbye Jogginganzug

Zuhause zu arbeiten verführt: Ist doch egal, wenn Sie bis mittags im Pyjama herumlaufen, das sieht schließlich der Auftraggeber nicht. Das ist wohl wahr, aber unbewusst vermitteln Sie an sich selbst den Eindruck, nicht professionell zu sein.

Das kann sich dann auch durchaus in der nicht vorhandenen Motivation ausdrücken, es ist auch möglich, dass Ihre Kreativität im Pyjama quasi noch schläft, während eine Hose-Shirt-Kombi Ihnen selbst auch über das Unterbewusstsein vermittelt, dass es jetzt in die geschäftliche Phase des Tages geht.

#8. Keine Panik im Direkt-Kontakt

Wunderbares Internet: Man skyped mit Klienten, schickt Daten oder Infos über WhatsApp oder per E-Mail. Aber dann, au weia: Da steht doch tatsächlich ein direkter Kontakt auf dem Plan. Echtes Leben ist manchmal krass; Vieles können Sie nicht planen oder vorher sehen, der Umgang mit echten Menschen kann tatsächlich ungewohnt werden.

Also: Nicht nur vor dem Spiegel Ihren Elevator Pitch üben, sondern mit Freunden und Bekannten, im Supermarkt oder wann immer sich eine Gelegenheit bietet.

Nutzen Sie Treffen von Freelancern oder auch Existenzgründer-Meetings. Hier können Sie schon einmal üben, sich vorzustellen und Ihr Projekt zu beschreiben. Je häufiger umso besser, wer weiß, wann Sie Ihre erste Podiums-Diskussion halten werden?

#9. Hoch lebe die Spontanität!

Wie war das nochmal? Sind Sie nicht Freischaffender geworden, weil Sie unabhängig arbeiten wollten in Bereichen, die Ihnen mehr liegen; weil Sie die zeitliche Freiheit leben wollten, dann zu arbeiten, wann es Ihnen gefällt? Und? Tun Sie's?

Wenn nicht: Nutzen Sie diese neu gewonnene Flexibilität, Ihren Tagesablauf komplett neu um zu strukturieren. Was früher für ein Angestellten-Verhältnis galt, kann jetzt alles auf den Prüfplan. Abends um Acht ist der Tag rum und TV-Zeit ist angesagt?

Ein schöner Waldspaziergang

Das war noch nie eine gute Lösung, jetzt können Sie alles anders machen: Sie können bis 22 Uhr arbeiten und dafür morgen früh gemütlich über den Wochenmarkt stöbern, die Lesung Ihres Lieblingsautors besuchen, für die Sie sich früher hätten frei nehmen müssen.

Warum nicht mal die nachmittägliche Pause ausgedehnter im Wald oder am Fluss verbringen? Anschließend fällt es viel leichter, mit neuer Energie und frisch getankter Kreativität ans nächste Werk zu gehen! Unterschätzen Sie besonders die kleinen Auszeiten zwischendurch nicht, die Sie in der Natur verbringen, diese Art des Energie-Kicks ist unschlagbar!

Passend zu #4. bietet sich ebenfalls an, in häufigeren Abständen zum Einkaufen zu gehen. Von zuhause aus zu arbeiten macht schnell einsam und isoliert. Kombinieren Sie die „angemessene Leere“ Ihres Kühlschranks mit Ihrem menschlichen Bedürfnis, unter Menschen zu gehen. Aber auch bei schönem Wetter von einem Café aus zu arbeiten ist eine der tollen Vorzüge, die Freelancer hervorragend genießen können.

 

#10. Freie Zeit ist heilig

Hier nochmal eben für den einen Klienten etwas versenden, da für das andere Projekt noch etwas recherchieren – richtig im Feierabend sind Freischaffende eigentlich nie. Besonders nicht, solange die Verbindung zum WWW besteht: Dort ist ein Artikel, der passend zum Projekt X ist, und da tauschen Sie sich mit jemandem aus, der ebenfalls mit Projekten der Art Y zu tun hat.

Das ist kein Feierabend, und erst recht, wenn es um Ihre(n) freie(n) Tag(e) geht, sollten Sie sich selbst dran halten, Dinge zu tun, die sich tatsächlich als ausbalancierender Ausgleich zu Ihren Arbeiten verstehen lassen. Es ist völlig egal, ob Sie klassisch den Sonntag als freien Tag nutzen wollen oder einen der anderen Tage – in diesem Punkt sind Sie ja nun mal ausgesprochen flexibel, solange Sie im Zeitplan Ihrer Projekte sind und die Kasse stimmt.

Diesen Punkt betreffend können Sie natürlich auch noch für ein bißchen Power sorgen: Mit Einnahmequellen, die nicht mit Ihrer alltäglichen Arbeit zu tun haben. Geld, das sich unabhängig davon, was Sie gerade machen, verdient. Unsere Tipps und Tricks für solche Selbstläufer finden Sie hier:

Für alle Selbständigen gilt: Mit dem rechten Maß an Eigenverantwortung, Fleiß und Disziplin ist es fast schon unmöglich, NICHT erfolgreich zu werden! Pflegen Sie diese Qualitäten und bauen Sie sie aus, dann leben Sie Ihr Paradies auf Erden voller Genuss.

Quelle: karrierebibel.de; spiegel.de; heimarbeit-online.de


About Markus Dan

Baujahr 1970 ist Markus Dan seit über einem Jahrzehnt im Beratungswesen tätig: Hauptsächlich für große Unternehmen, Banken, Versicherungen, aber auch für KMUs und Privatpersonen. Im Rahmen dieser Tätigkeiten und auch basierend auf seiner Erfahrung im Heer hat er sich auch sehr intensiv mit verschiedenen Methoden der Verhaltensänderung beschäftigt: Dinge wie NLP, Rhetorik- und Verkaufsschulungen als auch stärkere Dinge wie Hypnose, klassischen Konditionierung und mehr. Die letzten Jahre gehörten immer mehr Klein- und Mittelbetriebe sowie Einzelunternehmer und Selbstständige zu seinen größten “Fans”, da er ein spezielles Unternehmens-Erfolgsprogramm entwickelt hat, dass auf den Prinzipien der Hypnose, der Konditionierung und noch einiger anderen Tricks in den Bereichen Profitmaximierung und Neukundengewinnung besteht und speziell für diese Zielgruppe zugeschnitten ist. Derzeit lebt er mit seiner Familie in Malaysia. www.markusdan.com

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