Kaufkraft – kurz gesagt

Das Online-Portal Nexiga berechnete für 2022 eine aktuelle Pro-Kopf-Kaufkraft in der Höhe von 25.000 Euro. Für 2021 hatte Nexiga noch eine Kaufkraft von 24.000 Euro pro Einwohner berechnet. Das bedeutet also theoretisch einen durchschnittlichen Kaufkraft-Anstieg bei jedem Deutschen um 1.000 EUR bzw. 4,5 Prozent. Klingt doch gut!

Leider handelt es sich bei diesen Zahlen nur um eine nominale Kaufkraftsteigerung. Real wird die Kaufkraft in diesem Jahr leider sinken. Das Statistische Bundesamt gab nämlich für April eine Inflationsrate von satten 7,4 Prozent an. Außerdem warten in den kommenden Monaten zweistellige Inflationsraten auf uns. Was bedeutet das für unsere reale Kaufkraft? Sie ist bereits um garantierte 3 Prozent gesunken. Und der Pfeil zeigt weiter nach unten. 

Was ist Kaufkraft?

Nominale Kaufkraft … reale Kaufkraft … Was zum Geier ist der Unterschied? Das Verhältnis zwischen der Menge an Waren und Dienstleistungen, die ich mit Geld kaufen kann, wird allgemein hin als meine “Kaufkraft” bezeichnet. Kaufkraft ist relativ einfach vergleichbar. Man muss nur ein und dieselbe Währung zugrunde legen und beim Vergleich sowohl die Gehaltserhöhungen als auch die Inflation berücksichtigen. 

Kaufkraft

Ich behaupte: Wenn ich Ende der 1990er Jahre in ein Geschäft ging, konnte ich inflationsbereinigt mehr Dinge von meinem Gehalt kaufen als ich es heute kann. Mein Geld war damals einfach mehr wert. Hier kommt der Beweis …

Wenn Ihr Einkommen über mehrere Jahre gleich bleibt, die Preise aber steigen, sinkt logischerweise Ihre Kaufkraft. Inflation bedeutet aber nicht immer, dass man mit seinem aktuellen nominalen Einkommen weniger kaufen kann als früher, weil die Preise nicht immer schneller gestiegen sind als Ihr Einkommen. Beispiel: wenn Sie 2018 gerade einen Karrieresprung gemacht haben, dann stieg ihr nominales Einkommen möglicherweise um 10 Prozent. Die Inflation in Deutschland stieg aber 2018 nur um knapp 2 Prozent. Die Inflation muss also fünf Jahre lang um circa 2 Prozent steigen, ehe ihr Kaufkraft-Gewinn von 2018 wieder verschwunden ist. 

Deshalb wird bei der Berechnung von Kaufkraft reales Einkommen benutzt. Reale Einkommen sind Einkommen nach Abzug des Einfluss-Faktors Inflation auf die Währung, in der Ihr nominales Gehalt bezahlt wird. 

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Ein wichtiger Mitspieler beim Berechnen von Kaufkraft ist der Verbraucherindex. Er zeigt, wie sich die Preise eines vordefinierten Warenkorbs im Laufe der Jahre aufgrund von Inflation oder Deflation entwickelt haben. Immer ausgehend von einem Basisjahr, das auf den Indexwert 100 festgelegt wird. Die Kaufkraft eines Euros zeigt sich nun – wie bereits erwähnt – in Waren und Dienstleistungen, die Sie mit diesem einen Euro kaufen können. 

Jetzt müssen Sie nur noch das Basisjahr festlegen und das Jahr, dass Sie mit Ihrer Kaufkraft-Berechnung erreichen wollen. Ich nehme mal das Jahr 2010 als Basis. Und als Berechnungsziel nehme ich 2015. 

Der Verbraucherpreisindex für das Basisjahr 2015 lag beim Indexwert 100. Sie können da auch gern “100 Euros” als Basiswert nehmen. Das macht die Sache für den einen oder anderen Zuschauer sicherlich besser verständlich.
Für 2015 lag der Warenkorbwert bei 107 Euro. Das sind laut Adam Ries 7 Prozent Preissteigerung in 5 Jahren. Mit 100 Euro in der Tasche konnten Sie also im Jahr 2015 das kaufen, was sie 2010 noch für 93 Euro kaufen konnten. 

Derartige Berechnungen gibt es auch mit Blick in unsere unmittelbare Zukunft. Wirtschaftsexperten prognostizieren bereits heute einen brutalen Kaufkraft-Verlust zwischen 2022 und 2023. Was im Basisjahr 2022 noch 100 Euro wert ist, wird Sie im kommenden Jahr 121 Euro kosten. Das sind dann mal eben 21 Prozent Preissteigerung in nur 12 Monaten. 

FAZIT:

Unsere reale Kaufkraft schwindet. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber es gibt noch eine Menge weiterer Gefahren, die ihr Vermögen heutzutage massiv bedrohen. Wenn Sie wissen wollen, welche Gefahren noch auf Ihr Vermögen lauern – und vor allem, wie Sie sich dagegen schützen können, dann melden Sie sich einfach mal zu einer kostenfreien Online-Veranstaltung von Alexander Streeb an. Herr Streeb zeigt Ihnen eine Lösung, die hat nichts mit Immobilien zu tun – nichts mit Aktien, Kunst oder Kryptowährungen. Es handelt sich um einen echten Sachwert, der seit Jahrhunderten Vermögen nachweislich geschützt hat. Klicken Sie dazu den Link hier unter diesem Video.

Kaufkraft
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Über Andre Schwermer

Andre Schwermer ist Mitarbeiter der FinanzNewsKOMPAKT-Redaktion. Er arbeitet hauptberuflich als Wirtschaftsjournalist, u.a. auch für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland, wie den Südkurier Konstanz, Volksfreund Trier und Saarbrücker Zeitung.

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