Chef-Schikane am Arbeitsplatz – perfides Bossing

Sicher, Mobbing oder auch Schikane am Arbeitsplatz ist seit Jahren ein fester Begriff und lĂ€sst sowohl Psychologen, Ärzte wie auch betriebswirtschaftliche Experten seufzen: Die Schikane am Arbeitsplatz kostet nicht nur das Unternehmen richtig Geld, es ist eine Erfolgs-Bremse, einer der grĂ¶ĂŸten Krankheitsauslöser und behindert das gesamte Unternehmen –  ganz davon abgesehen, welchen Schaden der Gemobbte selber nimmt.

Was aber nun, wenn es sich gar nicht um Mobbing unter Angestellten, sondern um Bossing, Mobbing durch den Chef handelt? [vertical_spacing]

Schikane am Arbeitsplatz, Ausgrenzen und Co.

Schikane ist am Arbeitsplatz bei 3 % aller Angestellten regelmĂ€ĂŸig der Fall, und auch in vielen Bereichen ist es dem Boss durchaus bekannt.

Manchmal kommt es ihm sogar gelegen: Wenn eine schwache FĂŒhrungspersönlichkeit auf einen charismatischen, fĂ€higen Mitarbeiter trifft, ist es nicht selten der Fall, dass Ersterer seine Macht-Position aus nutzt, um den anderen kleiner zu machen und die von ihm gefĂŒhlte eigene Unterlegenheit unter die FĂ€higkeiten des Mitarbeiters fĂŒr sich aus zu gleichen.

In einer BroschĂŒre der Bundesanstalt fĂŒr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) heißt es sogar, bereits jeder neunte im arbeitsfĂ€higen Alter sein mindestens einmal in seinem Leben bereits gemobbt worden, auch wenn die Schikane am Arbeitsplatz keineswegs salongfĂ€hig dadurch geworden ist.

Darunter wird das Benachteiligen, Schikanieren und Drangsalieren sowie Ausgrenzen eines Mitarbeiters ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum verstanden. [vertical_spacing]

Erstaunliche Quote

Imposant sind die Zahlen vor allem, was das Schikane am Arbeitsplatz aus der FĂŒhrungebene heraus betrifft: Über 40 % des Mobbings wird von hier aus gesteuert oder ausgelöst.
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Schikane am Arbeitsplatz[vertical_spacing]

Da werden ZustĂ€ndigkeiten gekappt, Befugnisse beschnitten, ungerechtfertigte Kritik ausgesprochen und vieles mehr, um dem betroffenen Mitarbeiter „einen DĂ€mpfer zu verpassen“. [vertical_spacing]

Ungesunde Strukturen

Neben der FĂŒhrungsschwĂ€che der bossenden Personen spielt hier meistens auch noch hinein, dass die gesamten Strukturen des Unternehmens ungesund sind.

Ein schlechtes Management findet sich in vielen dieser Unternehmen, aber manchmal sind es auch einfach Zwistigkeiten zwischen Chef und Mobbing-Opfer, die der Big Boss nicht verzeihen kann.

Mitarbeiter, die bei einem tyrannischen FĂŒhrungsstil fĂŒr die gesamte Belegschaft den Mund auf machen sind hier natĂŒrlich besonders gerne Opfer.

Ihre einstmals ihren FĂ€higkeiten entsprechenden ZustĂ€ndigkeiten werden mehr und mehr eingeschrĂ€nkt und sie werden systematisch in Arbeitsgebiete hinein gedrĂ€ngt, die weder ihren Talenten noch ihrem ursprĂŒnglichen Arbeitsfeld entsprechen. Die perfide Schikane am Arbeitsplatz nimmt ihren Lauf, bis die Betroffenen ihren Hut nehmen.

So werden fĂ€hige KrĂ€fte systematisch zermĂŒrbt, beginnen mehr und mehr, an sich selbst zu zweifeln und werden ĂŒber kurz oder lang ernsthaft krank.

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Schikane am Arbeitsplatz – Die Frage nach dem Selbstwert

Dass dieses Bossing ĂŒberhaupt Erfolg haben kann, liegt oft genug auch am Opfer selbst. Meist steckt hier ein mangelndes SelbstwertgefĂŒhl dahinter, dass Bossing ĂŒberhaupt treffen kann.

Die Bereitschaft, die Opferrolle an zu nehmen muss auch vorhanden sein – zumindest unbewusst ist dies der Fall. Wer um seine FĂ€higkeiten weiß, den kann keine Schikane am Arbeitsplatz, keine Kritik innerlich ernsthaft treffen.

Dazu gibt es genĂŒgend Punkte, die diese Kritik widerlegen, das Gehörte geht in das eine Ohr rein und aus dem anderen wieder hinaus, ohne den GerĂŒgten wirklich zu tangieren. [vertical_spacing]

Schwache Bosse – die treibenden KrĂ€fte bei Schikane am Arbeitsplatz

FĂŒhlt sich der Chef jedoch seinem Mitarbeiter fachlich unterlegen und hat selbst nur ein schwaches Selbstbild, wird er jede Gelegenheit nutzen, seinen Angestellten zu erniedrigen, kritisieren und zu zermĂŒrben.

Aus dieser Macht-Position heraus ist sein Opfer sowieso gnadenlos unterlegen. Wenn es sich nicht um die obersten Bosse handelt, kann es sinnvoll sein, die FĂŒhrungsspitze ein zu schalten; schlechte Karten hat jeder, der von eben diesem obersten Boss gemobbt wird.

Hier gibt es selten eine andere Möglichkeit, als den Betrieb zu verlassen. Wenn diese Mobbing-Situationen gesammelt werden, kann es sich jedoch lohnen, einen Anwalt ein zu schalten und neben der KĂŒndigung eine Abfindung aufgrund von Schikane am Arbeitsplatz ein zu klagen.

Mobbing ist einer der wenigen FĂ€lle, in welchen eine eigene KĂŒndigung aus gutem Grund auch vom Arbeitsamt akzeptiert ist, sofern die Schikane am Arbeitsplatz konkret belegbar ist und ein Ă€rztliches Attest ĂŒber den gesundheitlichen Zustand im Zusammenhang mit Mobbing vorliegt. [vertical_spacing]

Schikane am Arbeitsplatz[vertical_spacing]

Mobbing mit Absicht – auch im öffentlichen Dienst

Oft, wenn Mobbing in den Chef-Etagen angeordnet wird, dann deshalb,um den Mitarbeiter aus dem Unternehmen heraus zu ekeln statt ihm zu kĂŒndigen. Je sicherer der Arbeitsplatz, umso eher wird Schikane am Arbeitsplatz als Instrument eingesetzt.

Das findet sich besonders hÀufig in den Strukturen des öffentlichen Diensts; hier, wo es offiziell nicht möglich ist, jemanden zu entlassen, wird Mobbing ganz bewusst strategisch eingesetzt. [vertical_spacing]

Aussitzen ist die falsche Strategie

Erst wird nicht mehr gegrĂŒĂŸt, dann werden Ihnen die ungeliebten Aufgaben ĂŒbertragen. „Na, das wird auch wieder vorbei gehen“, denken Sie sich und sitzen das Ganze aus.

Experten bescheinigen Ihnen damit aber, quasi Ihr eigenes Todesurteil gesprochen zu haben, denn nun weiß der Boss ja, mit wem er‘s machen kann. Gehen Sie frĂŒh in die Offensive und stellen Sie klar, dass Sie nicht fĂŒr die Drecks-Arbeit im Unternehmen da sind.

Dazu gehört natĂŒrlich auch eine Portion Mut; dennoch ist es mittelfristig betrachtet der erste Weg, um weiteren Psychoterror und ausuferndes Mobbing zu vermeiden.

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Schikane am Arbeitsplatz – Sprechen Sie sich aus

Suchen Sie die Aussprache, sofern die GrĂŒnde nicht unmittelbar klar sind. Erfragen Sie, warum Sie in der Gunst des Chefs gefallen sind. So kann sich dieser erklĂ€ren. Das empfiehlt Martina Perreng, Arbeitsrechtlerin beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Auch die Aussprache mit dem Betriebsrat zu suchen kann helfen, auf einen gemeinsamen Konsens zu kommen. Schikane am Arbeitsplatz geschieht meist sehr subtil und unterschwellig. Je mehr es in die Öffentlichkeit getragen wird, umso eher besteht die Gefahr, dass der Mobbende sein Gesicht verliert. [vertical_spacing]

Schikane am Arbeitsplatz

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Letzter Ausweg: KĂŒndigung

Wenn das alles nichts nĂŒtzt hilft wirklich nur noch die KĂŒndigung. Sinnvoll ist es jedoch, sobald Sie das Mobbing feststellen, ein Tagebuch ĂŒber die konkreten FĂ€lle von Schikane am Arbeitsplatz zu beginnen und alles fest zu halten.

Mobbing geschieht nicht immer offensichtlich, aber die Sammlung der „ZufĂ€lligkeiten“ kann Ihnen helfen, vor Gericht Schadensersatz und auch Schmerzensgeld ein zu klagen. [vertical_spacing]

Bitte bedenken Sie: Kein Job der Welt ist es wert, dass Sie dafĂŒr seelisch und körperlich vor die Hunde gehen. Je lĂ€nger Sie in diesen Unternehmen tĂ€tig sind, umso lĂ€nger haben Sie auch anschließend noch an den ZustĂ€nden zu knabbern.

Auf der einen Seite ist eine rechtzeitige Aussprache natĂŒrlich sehr wichtig, manchmal ist jedoch auch eher Schweigen Gold: https://mehreinkommen24.com/erfolg/einstellung/reden-ist-silber-schweigen-rettet-ihren-job-warum-sie-auch-manchmal-den-mund-halten-sollten/

In welche Richtungen der Druck durch die dauernde Schikane am Arbeitsplatz fĂŒhren kann, zeigt unser Artikel ĂŒber die Feierabendfalle Alkohol: https://mehreinkommen24.com/job/feierabend-falle-alkohol/

Und auch die Gruppe der Hochsensiblen ist hier nicht nur besonders gerne Opfer eines derartigen Bossings, sie empfinden die ganzen Schikanen auch noch viel intensiver: https://mehreinkommen24.com/lifestyle/hochsensible-immer-jenseits-der-grenzen/

Wenn Sie natĂŒrlich ganz bewusst lieber unglĂŒcklich sein wollen, können Sie diese Arten von Schikanen am Arbeitsplatz natĂŒrlich auch mit auf Ihre Liste setzen: https://mehreinkommen24.com/lifestyle/gekonnt-ungluecklich-sein-so-gehts/

Sie können den Spieß allerdings auch umdrehen und zurĂŒckmobben, mal sehen, wer eher aufgibt: https://mehreinkommen24.com/job/mobbing/so-ekeln-sie-ihre-kollegen-aus-dem-buero-wenn-schon-mobbing-dann-richtig-das-1×1-des-richtigen-mobbings/

Und zuguter Letzt bleibt Ihnen immer wieder auch noch, die Sache mit Humor zu nehmen: https://mehreinkommen24.com/job/miese-chefs-die-rache-kommt-als-cartoon/

Tun Sie sich gut, ziehen Sie die Konsequenzen: Bleiben Sie sich treu! Vielleicht bauen Sie sich direkt schon einmal etwas nebenher auf: [vertical_spacing] [vertical_spacing]

Quellen:  karriere.de; rp-online.de; datdus.com
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Über Markus Dan

Baujahr 1970 ist Markus Dan seit ĂŒber einem Jahrzehnt im Beratungswesen tĂ€tig: HauptsĂ€chlich fĂŒr große Unternehmen, Banken, Versicherungen, aber auch fĂŒr KMUs und Privatpersonen. Im Rahmen dieser TĂ€tigkeiten und auch basierend auf seiner Erfahrung im Heer hat er sich auch sehr intensiv mit verschiedenen Methoden der VerhaltensĂ€nderung beschĂ€ftigt: Dinge wie NLP, Rhetorik- und Verkaufsschulungen als auch stĂ€rkere Dinge wie Hypnose, klassischen Konditionierung und mehr. Die letzten Jahre gehörten immer mehr Klein- und Mittelbetriebe sowie Einzelunternehmer und SelbststĂ€ndige zu seinen grĂ¶ĂŸten “Fans”, da er ein spezielles Unternehmens-Erfolgsprogramm entwickelt hat, dass auf den Prinzipien der Hypnose, der Konditionierung und noch einiger anderen Tricks in den Bereichen Profitmaximierung und Neukundengewinnung besteht und speziell fĂŒr diese Zielgruppe zugeschnitten ist. Derzeit lebt er mit seiner Familie in Malaysia. www.markusdan.com

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