Wie Sie an diesen drei Symptomen erkennen, ob Sie Burn-out Gefärdet sind.

By on 13.01.2015

Schleichend, kaum merklich kommt er daher und ehe Sie sich versehen ist er da: Der Burnout.

Seit Jahren ist er schon zur Volkskrankheit Nummer 1 aufgestiegen, allein in den letzten Jahren fand eine Steigerung um 70 % statt- womit er der Marktwirtschaft einen Millionen schweren Schaden beschert.

Wen wundert es also, dass sich Kliniken auf diese Zielgruppe spezialisieren und firmenintern Kurse zur Stressreduktion angeboten werden- doch wenn wir uns einmal an sehen, dass sich der Burnout auch unter Rentnern, Studenten und anderen nicht berufstätigen Gruppen ausweitet, stellt sich die Frage, was tatsächlich dahinter steckt.

Omnipräsenz- ein Problem der Moderne

WLAN im Bus, Internet auf dem Handy; Handy und Tablet immer dabei und jederzeit per Whatsapp, Facebook und Twitter auf dem Laufenden- die Menschen von heute scheinen permanent auf der Jagd nach neuesten Informationen zu sein, Up to date sein ist nicht nur hip sondern mittlerweile zum echten Zwang geworden. Vorbei sind die Zeiten, wo morgens die Zeitung gelesen und abends die Nachrichten gesehen wurden, um sich auf dem Laufenden zu halten. So bekommt auch der Feierabend nicht mehr den Wert, den er einmal hatte, statt sich mit Freunden zu treffen, begegnen wir Ihnen im Internet, schicken Nachrichten und ein Klick auf „gefällt mir“ ersetzt das Gespräch unter Freunden. Kein Wunder, dass da die Seele leidet.

Stress, Zeitdruck, Überlastung- das „Höher, schneller, weiter"-Syndrom

Stress

„Ich würde xy gerne wieder machen, aber mir fehlt einfach die Zeit dazu“ - Erkennen Sie sich selbst in so einem Ausspruch wieder? Ob es darum geht, Freunde zu treffen, einem Hobby nachzugehen oder etwas Neues anzufangen, wir haben zunehmend den Eindruck, die Zeit rase immer schneller.

Doch im Grunde genommen ist es unsere innere Einstellung bzw. unsere Perspektive: Mit dem permanenten Blick auf die Uhr und dem Eindruck, mehr erledigen zu müssen als in diese Stunden passen kann, fühlen wir uns immer getriebener und gehetzter.

Dazu der Stress, der durch unterschiedliche Dinge ausgelöst werden kann: Unbekannte Aufgabengebiete und Anforderungen, ungewollte Tätigkeiten, Zwänge, die uns (scheinbar) von außen auferlegt werden- aber auch unser selbstgewählter Perfektionismus macht uns das Leben schwer.

Häufig hilft ein Perspektiv-Wechsel, die Dinge einmal aus einem anderen Blick-Winkel zu betrachten, und schon ist der Sand im Getriebe wie weggeblasen.

Dauerhafte Überlastung kann sowohl mengenmässig als auch durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Tätigkeiten erdrückend empfunden werden. Hier ist es völlig unerheblich, ob die Anforderungen an sich Sie unterfordern, jedoch der Umfang zeitlich nicht zu schaffen ist, oder ob der zeitliche Rahmen genügt, die Anforderungen selbst Sie jedoch überfordern.

 

Achten Sie auf diese Symptome

Je mehr die Seele unter Druck gerät und die Balance im Leben fehlt, umso häufiger erhalten Sie Warnsignale Ihres Körpers:

  • Hörsturz
  • Lustlosigkeit
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Immunschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Permamüdigkeit oder Schlaflosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit und Aggression
  • Fehlendes Mitgefühl

Sie ziehen sich immer weiter zurück, zweifeln an sich selbst, Ihrer Leistungsfähigkeit und Stärke, fühlen sich zunehmend ohnmächtig.

Burnout

Sind Sie gefährdet? Stellen Sie sich diese Fragen

  1. Dreht sich in Ihren Gesprächen alles um Ihren Job? 
    Exakt so, wie jeglicher Austausch- sei es mit Freunden, Familie oder Arbeitskollegen- immer wieder auf job-bezogene Themen führt, spiegelt sich wieder, wie sehr Ihre Gedanken nur um dieses Thema kreisen. Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Leben davon bestimmt wird, schwenken Sie ganz bewusst auf andere Gebiete um.
  2. Steht die Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei Ihnen hoch im Kurs?
    Nein? Sollte es aber, denn hinter der Unfähigkeit zu Delegieren stecken oft Ängste vor Kontrollverlust und Perfektionismus, was zwangsläufig zu Isolation, Frust und darüber hinaus in den Burn-Out führen kann.
    Lernen Sie, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen, trainieren Sie unperfekt zu sein und lernen Sie ebenfalls Ihre Schwächen zu lieben und zu akzeptieren. Das Leben ist zu kurz um sich zu ärgern und sich selbst im Weg zu stehen.
  3. Lassen Sie Privates unter den Tisch fallen?
    Der Rasen müßte längst wieder gemäht und die Regenrinne repariert werden, der Hausputz und die Fensterreinigung sind mehr als überfällig- eine Balance auch in den Aufgaben des täglichen Lebens zu halten sorgt für gesunde Ausgewogenheit. Ist diese nicht mehr gegeben, sehen Sie selbst, wie sehr sich Ihre Prioritäten verschoben haben.

 

 

Das Super-Hamsterrad

Wir Menschen sind versucht, alles alleine und am Besten auf einmal lösen zu wollen. So verfallen wir hyperaktiv aber oft genug auch kopflos in unzählige Aktivitäten, in der Hoffnung, das Ruder herum reißen zu können. Vieles andere bleibt dabei völlig auf der Strecke, dennoch gäben wir niemals zu, Probleme zu haben.

Wir werden reizbarer durch die höheren Anforderungen, die wir uns selbst gestellt haben bzw. glauben, bewältigen zu müssen, um dem Kreislauf zu entkommen. Doch wir können uns immer weniger aufraffen, die Dinge an zu gehen.

Wie das Kaninchen vor der Schlange können wir an nichts anderes mehr denken; alles Handeln dreht sich nur noch um diesen einen Punkt. Wir verlieren völlig unsere Orientierung.

Am Ende finden wir uns völlig vereinsamt un depressiv in unserem oft genug selbst geschaufelten Loch, aus dem wir keinerlei Ausweg mehr sehen- Selbstmord-Gedanken und -Versuche sind hier nicht selten, die Seele schreit nach Ausgleich und Ruhe.

Stress

Kämpfen Sie nicht gegen die Symptome

Wenn Sie bereits in diesen Kreislauf eingetreten sind, ist es falsch gegen die Symptome anzukämpfen, denn genau genommen fehlt Ihnen jetzt bereits die Energie hier für.

Gehen Sie statt dessen die Ursachen an: Bei Müdigkeit mehr Pausen und längere Schlafphasen, gesundes Essen und ausgleichende Sportarten; enttarnen Sie Zeitkiller und setzen Sie konsequente, erreichbare Prioritäten.

Vor allem aber stellen Sie Ihre eigene Erwartungshaltung, Verhaltensmuster und Denk-Weisen auf den Prüfstand. Viele Bedingungen, mit denen Sie sich unter Druck setzen, sind tatsächlich hausgemacht und halten einer genaueren Überprüfung gar nicht Stand.

Quelle: Karrierebibel.de

 

About Markus Dan

Baujahr 1970 ist Markus Dan seit über einem Jahrzehnt im Beratungswesen tätig: Hauptsächlich für große Unternehmen, Banken, Versicherungen, aber auch für KMUs und Privatpersonen. Im Rahmen dieser Tätigkeiten und auch basierend auf seiner Erfahrung im Heer hat er sich auch sehr intensiv mit verschiedenen Methoden der Verhaltensänderung beschäftigt: Dinge wie NLP, Rhetorik- und Verkaufsschulungen als auch stärkere Dinge wie Hypnose, klassischen Konditionierung und mehr. Die letzten Jahre gehörten immer mehr Klein- und Mittelbetriebe sowie Einzelunternehmer und Selbstständige zu seinen größten “Fans”, da er ein spezielles Unternehmens-Erfolgsprogramm entwickelt hat, dass auf den Prinzipien der Hypnose, der Konditionierung und noch einiger anderen Tricks besteht und speziell für diese Zielgruppe zugeschnitten ist. Derzeit lebt er im Winter in Südost-Asien und im Sommer am Mittelmeer und hält mehrmals jährlich in Europa Seminare ab.

6 Comments

  1. Dirk

    24.02.2015 at 02:02

    Hallo Markus,

    ein sehr interessanter Artikel, auch ich habe das alles am eigenen Leib spüren müssen. Bis ich anfing mich nur auf das wesentliche zu Konzentrieren.
    Seid dem läuft es wie geschmiert 😀

    Mach weiter so.

    Herzlichst,

    Dirk

  2. Bregel

    28.02.2015 at 19:34

    Hallo Dan,

    Wie heisst der Mann in der TagHeuer Werbung. Ich denke irgendoher kenne ich ihn.

    Mit freundlichen Gruessen

    Franz-Peter Bregel

    eMail: bregel@t-online.de

    • Daniel Hechler

      02.03.2015 at 08:56

      Also ich würde sagen das ist Brad Pitt 😉

  3. hilbig-Preußler

    01.03.2015 at 10:50

    Ich schaffe es nicht, leider Zittern der Hände in Griff zu bekommen, bin 2001 auch Zusammen gebrochen Herpes im Herz, ruht im Moment, aber sowie eine aufgabe auf mich zukommt oder ich möchte wieder ein paar Stunden arbeiten bekomme ich Angstzustände. Hatte auch Burnout. Komme aber mit Gesprächtstherapie nicht weiter nehem auch keine Tabletten vom Neurologen. Im Krankenhaus wird man zugeschüttet mit Medikamenten. Wie kann man es schaffen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Beate Hilbig-Preußler

    • Markus Dan

      02.03.2015 at 11:10

      Hi Beate,
      zwei Tipps: Meditation und Kampfkunst!
      Stärkt Willenskraft und Abwehrmechanismus (Körper und Geist).

      Das sind „Alternativen“. Natürlich musst auch weiterhin zum Arzt wegen Herpes usw. … da bitte nicht davon abkommen!

      Lieben Gruß

  4. Thomas

    01.03.2015 at 20:06

    Hallo Markus,
    ein für mich sehr aufschlussreicher Artikel.
    Ich habe einige der Symptome bei mir erkannt, und damit begonnen, mich intensiv zu hinterfragen.
    Eure Programme helfen mir dabei.

    DANKE!

    Thomas

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